3 Gedanken zu „Dorfansicht von Sauersack 1935-Heute

  1. Liebe Mitglieder der Kunzmann. Family

    es ist beindruckend, wie Sie ein verschwundenes Dorf wieder errichten und erwachen lassen. Ein ähnliches “Wunder” wäre für uns Paulusbrunner faszinierend.
    Kurze Erkärung:
    Paulusbrunn ist eine verschwundene Streusiedlung mit ca.1500 Einwohnern im Egerland. Sie lag direkt an der Grenze zu Bayern bei dem bayerischen Ort Bärnau. Der überwiegende Teil von Paulusbrunn wurde bis 1954 dem Erdboden gleichgemacht, so wie Sie das von Sauersack kennen. Ich habe vergleichsweise einen riesen Vorteil. 1984 schrieb eine Interessengemeinschaft der Erlebnisgeneration mit sehr genauen Lageplänen das gesamte Leben in Paulusbrunn in Buchform auf. Sie sammelten viele Fotos (u.a Luftaufnahme von 1948 -alles stand noch – vom Kerngebiet der Siedlung) aus den Jahren vor und kurz nach der Vertreibung. Das gesamte Dorfgebiet war/ist von bayerischer Seite einzusehen. Ich befasse mich nun als Nachgeborener (geb. 1951 in Bärnau/Bayern) intensiv mit Paulusbrunn der Heimat meiner Eltern vor der Vertreibung. Ich versuche auch diesen Ort für mich und unsere Nachfolgegeneration wieder etwas erwachen zulassen. Viele Deutsche aus der Nachkriegsgeneration wissen nichts oder nicht viel über verschwundene Dörfer und die Tschechen haben fast gar keine Information. Wir alle tun Gutes, wenn wir mit unserer Arbeit die Aufarbeitung der jüngsten für beide Seiten leidvolle Geschichte vorantreiben.
    Freundliche Grüße
    Norbert Steinhauser

  2. Sehr geehrte Familie Kunzmann,
    im Zuge meiner Ahnen- und Familienforschung bin ich über Ihre Internet- Seite “gestolpert”. Meine Großmutter war eine geborene Lill (Laura). Ihre Eltern waren Anton Lill und Marie Kunzmann (geb. am 11.5.1864 in Sauersack 78)…
    Ich würde mich über ein Zustandekommen eines Kontaktes freuen.
    Ich bin auf der Suche meiner Ahnen und Vorfahren aus dem Tschechischen.
    Alles Gute!
    Mit freundlichen Grüßen
    Andreas Baumgartl aus Bad Muskau

  3. Liebe Familie Kunzmann,

    auf unseren Langlauftouren von Carlsfeld aus (siehe https://boehmen-reisen.de/skilanglauf/erzgebirge-skilanglauf-ochsendorf/ ; wir gehen oft über die Grenze zu den Kneipen in Frühbuß und Hirschenstand) nütze ich Ihre eindrücklichen Texte und vor allem Fotos / Fotomontagen zur Erläuterung des Niemandslandes. Ich wollte mich endlich mal bei Ihnen herzlich dafür bedanken!

    Bestimmt kennen Sie sehr viele Projekte der Erinnerung an die verschwundenen Dörfer an der Grenze zu Sachsen, Bayern, Mühlviertel … .
    Immer wieder finde ich es beeindruckend – ganz besonders z.B. unweit meiner Heimat (Lam/Bayrischer Wald und Regensburg) das böhmische Dorf Grafenried, das der grandiose Helmut Roith sukzessive ausgegraben hat (mehr oder weniger unterstützt von tschechischen Archäologen);
    siehe https://silo.tips/download/der-oberpflzer-schliemann-helmut-roith-grbt-grafenried-wieder oder
    https://www.deutschlandfunk.de/tschechisch-deutsche-vermischungen-unterwegs-im-boehmisch-100.html (Katka hat 2019 meine Firma “Begenung mit Böhmen” übernommen.

    Eine Frage habe ich noch an Sie:
    Kennen Sie Texte und Fotos zur Geschichte des Zinnbergwerkes und Kriegsgefangenenlagers in Sauersack vor, in und nach der Nazi-Zeit? Wir stehen mit unseren Gruppen immer staunend vor diesen gruselig-eindrücklichen Bauten.

    Nochmals vielen Dank!

    Herzliche Grüße

    Erwin Aschenbrenner, Regensburg

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